Das pädagogische Duett

Katja, Selina, Leoni und MArkus
Herzlich willkommen bei "Das Pädagogische Duett", dem Podcast, der sich auf unterhaltsame und zugleich tiefgehende Weise mit allen Aspekten der Pädagogik auseinandersetzt. Hier treffen fundiertes Wissen und kritische Perspektiven auf ein entspanntes Gespräch zwischen  Pädagog*innen zwischen Ausbildung und Leitungstätigkeit.
Warum solltet ihr einschalten?
  1. Spannende Themen: Wir decken ein breites Spektrum an pädagogischen Themen ab – von aktuellen Bildungstrends über bewährte Lehrmethoden bis hin zu kontroversen Diskussionen über das Schulsystem.
  2. Kritische Reflexion: Wir scheuen uns nicht, auch die Schattenseiten der Pädagogik zu beleuchten und systemkritische Fragen zu stellen. Unser Ziel ist es, nicht nur zu informieren, sondern auch zum Nachdenken anzuregen.
  3. Authentische Gespräche: Jede Episode ist ein Dialog voller Ehrlichkeit, Humor und tiefgehenden Reflexionen. Ihr werdet das Gefühl haben, mit uns am Tisch zu sitzen und an einer lebendigen Diskussion teilzunehmen.
  4. Praktische Tipps: Neben theoretischen Überlegungen bieten wir auch konkrete Tipps und Strategien für den pädagogischen Alltag, die ihr sofort umsetzen könnt.
  5. Gemeinschaft: "Das Pädagogische Duett" ist mehr als nur ein Podcast. Wir sind eine wachsende Gemeinschaft von Menschen, die sich für Bildung und Erziehung begeistern. Wir laden euch ein, Teil dieser Gemeinschaft zu werden, eure Gedanken zu teilen und gemeinsam zu lernen.
 Schaltet ein und lasst euch inspirieren! Ob Lehrer, Eltern oder einfach Interessierte – bei uns findet jeder wertvolle Einblicke und spannende Diskussionen. 

Rassismus aus der Sicht einer Betroffenen Person #102

15.02.2026 46 min Selina und Markus

In dieser Episode des pädagogischen Duetts sprechen wir mit Leonie über die Herausforderungen und Erfahrungen im Zusammenhang mit Rassismus im pädagogischen Kontext, insbesondere während des Black History Month. Wir setzen uns intensiv mit dem Thema Alltagsrassismus auseinander und reflektieren über internalisierte Vorurteile, die von der Gesellschaft geprägt werden. Leonie bringt nicht nur ihre persönlichen Erfahrungen ein, sondern auch wichtige Definitionen und der konzeptionellen Rahmen, innerhalb dessen Rassismus im Bildungsbereich wirkt.

Ein zentrales Thema dieser Folge ist das stille und systematische Wirken von Rassismus in der Pädagogik. Leonie erklärt, dass Rassismus oft unbewusst geschieht und Lernchancen und Zugehörigkeit beeinflusst. Mit konkreten Beispielen aus ihrem Alltag als Pädagogin zeigt sie auf, wie tief verwurzelte Vorurteile bereits in der Kinderbildung vorhanden sind, und betont die Notwendigkeit, mit Kindern über solche Themen zu sprechen. Sie beschreibt Beispiele aus der Klasse, in denen rassistische Äußerungen getätigt wurden, und wie wichtig es ist, den Kindern eine reflektierte Sichtweise zu vermitteln.

Zudem diskutieren wir die Unterschiede zwischen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und wie beide Phänomene in der Erziehung und Bildung ineinandergreifen. Leonie gibt Einblicke in ihre eigene schulische Laufbahn und die unterschiedlichen Erfahrungen, die sie im mehrsprachigen und multikulturellen Klassenumfeld gemacht hat. Sie hebt hervor, wie wichtig es ist, Mehrsprachigkeit als Ressource zu betrachten und Kinder zu ermutigen, ihre Herkunftssprachen zu sprechen.

Ein weiterer wesentlicher Punkt ist das Verhältnis zwischen Erziehern und Kindern sowie das Klima, das sie schaffen. Leonie erfährt, wie wichtig es ist, als Pädagoge eine klare Position zu beziehen, insbesondere wenn es um rassistische Bemerkungen geht. Sie ermutigt dazu, respektvoll und sensibel miteinander umzugehen, sowohl im Klassenraum als auch im Team von Kollegen. Die Herausforderungen, die oft aus Vorurteilen und Missverständnissen resultieren, sind nicht nur ein individuelles, sondern auch ein gemeinsames Problem, dem man mit Bildung und Aufklärung entgegentreten kann.

Leonie betont schließlich die historische Dimension des Rassismus und wie diese in das heutige Bildungssystem verwoben ist. Sie macht deutlich, dass es notwendig ist, ein Bewusstsein für die eigene Privilegiertheit zu entwickeln und aktiv an der Beseitigung von Diskriminierung zu arbeiten. Die Diskussion schließt mit der Vorstellung, dass jeder Einzelne verantwortlich ist, Rassismus nicht nur anzusprechen, sondern aktiv dagegen zu agieren.

Das Gespräch agilelt auf die Relevanz von Literatur und Materialien, die dazu beitragen, Diversität in den Unterricht zu integrieren. Es wird deutlich, dass Bildungsmaterialien inklusiv sein sollten und die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln, um Vorurteile abzubauen und Empathie zu fördern. Abschließend ruft Leonie dazu auf, das Bewusstsein für Unterschiede zu schärfen und sie als Teil unserer menschlichen Erfahrung zu akzeptieren und zu feiern.

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