Rassismus aus der Sicht einer Betroffenen Person #102
15.02.2026 46 min Selina und Markus
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Episode des pädagogischen Duetts sprechen wir mit Leonie über die Herausforderungen und Erfahrungen im Zusammenhang mit Rassismus im pädagogischen Kontext, insbesondere während des Black History Month. Wir setzen uns intensiv mit dem Thema Alltagsrassismus auseinander und reflektieren über internalisierte Vorurteile, die von der Gesellschaft geprägt werden. Leonie bringt nicht nur ihre persönlichen Erfahrungen ein, sondern auch wichtige Definitionen und der konzeptionellen Rahmen, innerhalb dessen Rassismus im Bildungsbereich wirkt.
Ein zentrales Thema dieser Folge ist das stille und systematische Wirken von Rassismus in der Pädagogik. Leonie erklärt, dass Rassismus oft unbewusst geschieht und Lernchancen und Zugehörigkeit beeinflusst. Mit konkreten Beispielen aus ihrem Alltag als Pädagogin zeigt sie auf, wie tief verwurzelte Vorurteile bereits in der Kinderbildung vorhanden sind, und betont die Notwendigkeit, mit Kindern über solche Themen zu sprechen. Sie beschreibt Beispiele aus der Klasse, in denen rassistische Äußerungen getätigt wurden, und wie wichtig es ist, den Kindern eine reflektierte Sichtweise zu vermitteln.
Zudem diskutieren wir die Unterschiede zwischen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und wie beide Phänomene in der Erziehung und Bildung ineinandergreifen. Leonie gibt Einblicke in ihre eigene schulische Laufbahn und die unterschiedlichen Erfahrungen, die sie im mehrsprachigen und multikulturellen Klassenumfeld gemacht hat. Sie hebt hervor, wie wichtig es ist, Mehrsprachigkeit als Ressource zu betrachten und Kinder zu ermutigen, ihre Herkunftssprachen zu sprechen.
Ein weiterer wesentlicher Punkt ist das Verhältnis zwischen Erziehern und Kindern sowie das Klima, das sie schaffen. Leonie erfährt, wie wichtig es ist, als Pädagoge eine klare Position zu beziehen, insbesondere wenn es um rassistische Bemerkungen geht. Sie ermutigt dazu, respektvoll und sensibel miteinander umzugehen, sowohl im Klassenraum als auch im Team von Kollegen. Die Herausforderungen, die oft aus Vorurteilen und Missverständnissen resultieren, sind nicht nur ein individuelles, sondern auch ein gemeinsames Problem, dem man mit Bildung und Aufklärung entgegentreten kann.
Leonie betont schließlich die historische Dimension des Rassismus und wie diese in das heutige Bildungssystem verwoben ist. Sie macht deutlich, dass es notwendig ist, ein Bewusstsein für die eigene Privilegiertheit zu entwickeln und aktiv an der Beseitigung von Diskriminierung zu arbeiten. Die Diskussion schließt mit der Vorstellung, dass jeder Einzelne verantwortlich ist, Rassismus nicht nur anzusprechen, sondern aktiv dagegen zu agieren.
Das Gespräch agilelt auf die Relevanz von Literatur und Materialien, die dazu beitragen, Diversität in den Unterricht zu integrieren. Es wird deutlich, dass Bildungsmaterialien inklusiv sein sollten und die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln, um Vorurteile abzubauen und Empathie zu fördern. Abschließend ruft Leonie dazu auf, das Bewusstsein für Unterschiede zu schärfen und sie als Teil unserer menschlichen Erfahrung zu akzeptieren und zu feiern.
Ein zentrales Thema dieser Folge ist das stille und systematische Wirken von Rassismus in der Pädagogik. Leonie erklärt, dass Rassismus oft unbewusst geschieht und Lernchancen und Zugehörigkeit beeinflusst. Mit konkreten Beispielen aus ihrem Alltag als Pädagogin zeigt sie auf, wie tief verwurzelte Vorurteile bereits in der Kinderbildung vorhanden sind, und betont die Notwendigkeit, mit Kindern über solche Themen zu sprechen. Sie beschreibt Beispiele aus der Klasse, in denen rassistische Äußerungen getätigt wurden, und wie wichtig es ist, den Kindern eine reflektierte Sichtweise zu vermitteln.
Zudem diskutieren wir die Unterschiede zwischen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und wie beide Phänomene in der Erziehung und Bildung ineinandergreifen. Leonie gibt Einblicke in ihre eigene schulische Laufbahn und die unterschiedlichen Erfahrungen, die sie im mehrsprachigen und multikulturellen Klassenumfeld gemacht hat. Sie hebt hervor, wie wichtig es ist, Mehrsprachigkeit als Ressource zu betrachten und Kinder zu ermutigen, ihre Herkunftssprachen zu sprechen.
Ein weiterer wesentlicher Punkt ist das Verhältnis zwischen Erziehern und Kindern sowie das Klima, das sie schaffen. Leonie erfährt, wie wichtig es ist, als Pädagoge eine klare Position zu beziehen, insbesondere wenn es um rassistische Bemerkungen geht. Sie ermutigt dazu, respektvoll und sensibel miteinander umzugehen, sowohl im Klassenraum als auch im Team von Kollegen. Die Herausforderungen, die oft aus Vorurteilen und Missverständnissen resultieren, sind nicht nur ein individuelles, sondern auch ein gemeinsames Problem, dem man mit Bildung und Aufklärung entgegentreten kann.
Leonie betont schließlich die historische Dimension des Rassismus und wie diese in das heutige Bildungssystem verwoben ist. Sie macht deutlich, dass es notwendig ist, ein Bewusstsein für die eigene Privilegiertheit zu entwickeln und aktiv an der Beseitigung von Diskriminierung zu arbeiten. Die Diskussion schließt mit der Vorstellung, dass jeder Einzelne verantwortlich ist, Rassismus nicht nur anzusprechen, sondern aktiv dagegen zu agieren.
Das Gespräch agilelt auf die Relevanz von Literatur und Materialien, die dazu beitragen, Diversität in den Unterricht zu integrieren. Es wird deutlich, dass Bildungsmaterialien inklusiv sein sollten und die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegeln, um Vorurteile abzubauen und Empathie zu fördern. Abschließend ruft Leonie dazu auf, das Bewusstsein für Unterschiede zu schärfen und sie als Teil unserer menschlichen Erfahrung zu akzeptieren und zu feiern.
Transkript
Herzlich willkommen zum pädagogischen Duett. Mein Name ist Markus und mit mir hier ist die...
Leonie.
Hallo Leonie.
Hallo.
Direkt für euch, die uns daraus zuhören, wir nehmen gerade mehrere Folgen auf.
Deswegen sprechen wir jetzt nicht darüber, was uns bewegt, weil das haben wir
in der Folge davor schon gemacht. Ja. Wir wissen aber noch nicht,
auf welcher Reihenfolge wir sie rausbringen.
Auf jeden Fall ist das heute sozusagen eine Follow-up-Folge,
weil der Team und ich, wir haben schon mal eine Folge gemacht zum Thema Alltagsrassismus.
Und wir wurden dafür belächelt von unserem sozialen Umfeld.
Was machen jetzt zwei weiße Typen eine Folge über Rassismus?
Aber ich möchte darüber kurz nochmal sagen, wir haben eine Folge gemacht zum
Thema unseres eigenen internalisierten Rassismus.
Was super ist.
Und uns über unser Weißsein unterhalten und wie einfach es wir eigentlich haben.
So und jetzt heute haben wir mit dir, Leonie, für alle, die das Foto noch nie
gesehen haben, eine Person of Color da.
Und du hast das Thema angeregt. Deswegen übergebe ich auch direkt an dich.
Ja.
Go for it. Erzähl mir, was hast du vor?
Als erstes will ich sagen, es ist Black History Month. Yay.
Und Happy Black History Month an alle POCs und auch an alle anderen Menschen.
Und deswegen dachte ich mir, es wäre doch cool, nochmal so eine Folge über Rassismus herauszubringen.
Und da einfach auch so ein bisschen über die Erfahrungen zu sprechen,
die ich gemacht habe oder die ich hatte und so ein bisschen auch ein paar Definitionen rauszuhauen.
Ja.
Also die erste, die ich auf jeden Fall dank Chatty gefunden habe, ist...
Rassismus in der Pädagogik bezeichnet Benachteiligung, Ausgrenzung oder Abwertung
von Menschen in Bildungszusammenhängen aufgrund zugeschriebener Herkunft,
Hautfarbe, Sprache, Religion oder Kultur,
bewusst oder unbewusst, durch einzelne Personen oder durch Strukturen.
Ja, ist du mir leist, finde ich.
Alles gut. So kurz gesagt, Rassismus in der Pädagogik beeinflusst Lernchancen
und Zugehörigkeit oft leise, alltäglich und systematisch.
Das ist natürlich sehr fies, weil man dadurch, dass es eben so leise ist und
sehr systematisch vorgeht, die meisten Menschen.
Und denen das meistens leider eher nicht bewusst ist, kann es natürlich dann
auch oft zu, sage ich jetzt mal in Anführungszeichen, Missverständnissen kommen.
Weil man eben dann oft entweder das Gefühl hat,
rassistisch behandelt zu werden,
obwohl es vielleicht gar nicht so der Fall ist oder meistens ist das Bauchgefühl
schon richtig und man wird rassistisch
behandelt, aber man hat irgendwie keine richtigen Worte und ja,
so wirklich Menschen, mit denen man darüber sprechen kann.
Und da der Bereich, in dem wir arbeiten,
oft so ist, dass die meisten Menschen in der Pädagogik ganz gut mit ihrer Persönlichkeit
arbeiten können und sich ganz gut verstellen können,
ist es halt auch oft so, dass man das erst im Nachhinein so richtig merkt.
Ja, ja.
Ich weiß nicht, ob es dir mit dem Einstieg helfen würde, aber ich habe so zwei,
drei Beispiele von Kindern, die ganz aktuell sind.
Aber davor würde ich ganz gerne noch sagen, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit
zwei unterschiedliche Sachen sind.
Also wenn ich einer blonden, weißen Kollegin gegenüberstehe und die ablehne,
weil sie gebrochen Deutsch spricht, dann ist es Fremdenfeindlichkeit.
Wenn ich aber jemanden vor mir habe, wo ich ganz klar sehe, dass die Person
anders aussieht als ich und deswegen sie ablehne, dann ist es Rassismus.
Ja.
Und Rassismus, da kannst du nichts gegen machen. Ja. Der wird dir einfach übergestülpt,
der begegnet dir einfach. Also mit dir meine ich jetzt tatsächlich gerade dich.
Mhm.
Und die Fremdenfeindlichkeit hört auf, wenn das Fremdsein aufhört.
Ja.
So.
Guter Punkt.
Danke. Und ich hatte jetzt ein Beispiel. Wir hatten Tag der Offentür am Donnerstag.
Und ich stehe da und die Kinder waren Tourguide.
Und ich stehe da mit zwei Kindern und es kommen halt immer wieder Eltern rein.
Es sind auch LLG-Skrall oder Lernentwicklungsgespräche und es war viel Publikumsverkehr an dem Tag.
Und es kommen uns zwei Frauen mit Hijab über den Pausenhof entgegen.
Wer nicht weiß, was ein Hijab ist, das ist ein etwas größeres Kopftuch,
was auch noch die Schultern und sowas bedeckt.
Und dann kommen die und dann so sagen die Jungs nicht allen Ernstes,
ja hoffentlich kommen die jetzt nicht zum Tag der offenen Tür.
Ich so, warum? Ja, weil die bestimmt nicht gut Deutsch sprechen.
Und dann sage ich zum einen, das ist mal gerade eine rassistische Äußerung und
das findet nur in deinem Kopf statt, weil du weißt es gar nicht,
das, was du dir gerade gesagt hast, das ist ein Vorurteil.
Und ich habe mich dann angeschaut und habe darüber nachgedacht und gesagt, okay, ja, stimmt.
Und das Lustige ist, sie kamen nicht zu uns, aber die eine kam dann später nochmal,
um was zu fragen und das war halt, das Vorurteil hat sich als falsch herausgestellt.
Aber das ist auch so eine Sache, die kriegen Kinder halt mit.
Das wird ihnen anerzogen. Also Rassismus ist eine anerzogene Sache.
Ja, leider.
Leider, ja. Das wohnt nicht in den Menschen drin.
Und das war schon spannend. Also auch diese direkte Reflexion gegenüber dem
Kind, dass mir das schon zugehört wurde und dass es auch was bewirkt hat.
Und dann habe ich ein anderes Kind gehabt. Und da sind wir eher im Bereich der
Fremdenfeindlichkeit.
Das hat so eine Kollegin gesagt. du wirst mir gar nicht zu sagen,
du kannst auch nicht mal richtig Deutsch.
Aber das sind Sachen, die begegnen einem in seinem Alltag immer mal wieder.
Ja.
Und da ist es halt auch grundsätzlich wichtig, ich nehme es einfach vorweg,
auch Stellung zu beziehen als jemand, der nicht betroffen ist,
sondern in dem Fall einfach eine mächtigere Position hat.
Ja, voll, voll. Da muss ich immer einsetzen. Also egal in welchen Themen.
Das ist ganz klassischer Alltagsrassismus.
Strukturell Diskriminierung und ich glaube, das Schlimmste, was ich so ein bisschen auch so,
ja, schon öfters gehört habe, ist dieses, ah, ich sehe aber keine Hautfarben.
Es ist gut gemeint, aber nicht gut gemacht.
Da muss ich jetzt mal kurz eine Lanze brechen für meine Generation,
weil wir halt so aufgezogen wurden.
Ab einem gewissen Punkt wurde uns eben beigebracht, dass Hautfarbe keine Rolle zu spielen hat.
Und wir dann auch aufgehört haben, das irgendwie als wichtig wahrzunehmen.
Jetzt haben wir dann, das war ja die Alice Hesters, die das Buch geschrieben
hat, was Weiße nicht über Rassismus wissen wollen, aber hören sollten.
Da geht es genau darum, weil es spielt eine Rolle. Es spielt eine Rolle,
dass du eine andere Hautfarbe hast als ich.
Spiele ich. Und das kann ich auch nicht ändern. Richtig. Das ist halt einfach so.
Und ich darf das nicht wegnegieren. Also ich muss mir schon darüber bewusst
sein als weißer Mann, dass ich doppelt privilegiert bin.
Voll. Ich bin weiß und ich bin Mann und ich bin über 1,80 groß.
Also ich bin so privilegiert. Und das muss man mir aber auch sagen.
Und das muss ich verinnerlichen, dass ich einfach die besseren Chancen habe.
Ja, auf jeden Fall. dann habe ich noch einen guten Punkt so als Grundlage und
zum Einordnen historische Wurzeln von Rassismus und Bildungssystemen also die ganzen,
Und Rahmenbedingungen, sage ich jetzt mal, da habe ich einen kleinen Einblick
in mein persönliches Leben.
Tatsächlich bin ich 2006 eingeschult worden, also vor fast 20 Jahren.
Und ich finde, es ist schon heftig,
wie damals so diese ganzen Klassen eingeteilt worden sind,
weil ich war halt dementsprechend in einer Klasse mit ganz vielen verschiedenen Menschen,
mit verschiedenen Hintergründen, mit verschiedenen Sprachen und natürlich auch
mit verschiedenen Hautfarben, aber auch Kulturen und natürlich auch Religion.
Und wir waren in der Klasse total Multikulti unterwegs und haben also die positiven Sachen zuerst,
haben uns gegenseitig die Sprachen beigebracht,
nicht nur wie man spricht, sondern auch, wie man schreibt.
Ich habe ein kleines Buch sogar noch von meiner Freundin, die hat Griechisch
gesprochen und hat mir auch griechische...
Griechischen Zeichen eben beigebracht, meinen Namen auf Griechisch geschrieben
und so weiter und so fort.
Ich hatte eine Klasse, die Arabisch gesprochen hat und wir hatten aber auch eine Parallelklasse.
Und da waren die ganzen Marias und Johannese drin.
Paul, Lena, Laura, Philipp und so weiter.
Ein Kind mit braunen Haaren, alle anderen blond.
Ja, es war schon, ja.
Es war ja tatsächlich 2006 noch so, dass die Klassen nach Religionszugehörigkeit
eingeteilt wurden, unter anderem, weil es halt einfacher für den Stundenplan war.
Und tatsächlich wurde es auch so aufgeteilt mit Muttersprachen.
Also man hat geguckt, wer spricht welche Muttersprache und sobald ein Kind zwei
verschiedene Muttersprachen eben in der Familie hat, dann wurde das eben in
unsere Klasse reingestückt.
Weil es halt auch einfach ist für einen Stundenplan, wenn du noch Deutsch Plus
hast, dass die alle in einer Klasse sind. Also man nimmt halt die ganze Klasse auf einmal mit.
Genau, darum ging es. Also die Hälfte von unserer Klasse ist immer im Deutschunterricht
zu einer Lehrerin dazu gegangen.
Und die hatten dann eben Deutsch Plus, der Baum, die Blume und so weiter und
so fort. Ihr wisst, glaube ich, was ich meine.
Und tatsächlich war ich da einmal dabei.
Bis sie gemerkt haben, oh, die kann Deutsch.
Bis sie gemerkt haben, die brauchen wir nicht mehr mitzunehmen.
Die kriegt es ganz gut hin anscheinend.
Ja, da kann ich jetzt leider nicht viel dazu sagen, weil es war wirklich nur
so eine kleine Kindheitserinnerung.
Aber ja, ich fand es halt schon sehr interessant, wenn man so darauf zurückblickt
einfach, wie es jetzt gemacht wird, wie es früher gemacht wurde.
Und dass da natürlich auch für diejenigen, es gab einen guten Grund,
warum sie es so gemacht haben.
Für die war das die einfachste, schnellste, in Anführungsstrichen beste Lösung, die sie hatten.
Und ja, das wurde halt einfach so durchgezogen.
Ja, und da war vielleicht auch noch nicht der Gedanke, dass Kinder im sozialen
Kontakt miteinander sehr viel besser eine neue Sprache lernen,
als nur durch Frontalunterricht.
Ja, also unser, ich kann es nur sagen, erste bis vierte Klasse,
unser Klassenzusammenhalt war echt heftig.
Also wir sind füreinander eingestanden, wir haben aufeinander aufgepasst.
Und ich muss sagen, wir waren echt eine starke Klasse oder sind zu einer sehr
starken Klasse geworden.
Wo ich auch drüber reden möchte, ist, dass unsere Klassenleitung,
vor allem erste, zweite Klasse, sehr extrem war, was so Rassismus angeht.
Und die hat sich zwar nie so wirklich geäußert, aber ihr Verhalten ging halt gar nicht.
Und das hat man halt einfach auch gemerkt. Und ja, hoffentlich passiert das
Heim nicht mehr so, aber...
Das war schon krass damals.
Also wir wissen ja aus Studien, dass es immer noch passiert.
Ja. Also der Murat kriegt die schlechtere Note als der Paul.
Ja. Und es ist unabhängig davon, was auf dem Blatt steht an Lösungen,
sondern es geht darum, welcher Name draufsteht.
Genau. Das wurde gerade erst gar nicht so lange her von der Studie bestätigt.
Ich habe auch ein kleines Zitat mitgebracht. Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage.
Ja.
Hängt ja an vielen Schulen vorne dran.
Machen viele Schulen mit.
Und ja, das ist auch so. Schließt eigentlich daran an, gut gemeint,
aber wirklich umsetzen.
Ich habe auch mal gelesen, was man dafür alles machen muss und zeigen muss und
so. Aber ich finde es halt einfach ein bisschen.
Ich finde es irgendwie ein bisschen lächerlich,
Muss ich ehrlich gestehen.
Ich denke, da steht nicht dabei, dass sich das Team, das Schulteam mit dem eigenen
internalisierten Rassismus auseinandersetzen muss. Es wird keine Auflage sein.
Hoppala, da war ja was.
Weil das ist ja das größte Problem und ich merke das ja bei mir selber auch wieder.
Ich habe internalisierte rassistische Vorurteile gegenüber Menschen mit einem
Kopftuch oder aus Afghanistan.
Und wenn es nur die Sprache ist und da hat sich das Gefühl, jetzt wird es gleich wieder anstrengend.
Und es ist halt nicht cool. Ich meine, ich arbeite daran, ich bin mir dessen
bewusst, aber es ist echt anstrengend, das auch zu überwinden.
Und deswegen machen viele Menschen auch diesen Schritt wahrscheinlich nicht.
Ja, total. Es ist ja auch anstrengend und es ist ja auch nicht einfach.
Wäre es einfach, dann wären wir immer noch in dem gleichen Schulsystem wie ich eingeschult worden.
Also es ist einfach zu einfach, den einfachen Schritt und den einfachen Weg
zu gehen, weil es meistens nicht wirklich sinnvoll ist.
Und bei dem, was du jetzt sagst, erleben wir auch gerade eine Rückentwicklung.
Ja, leider.
Also wir haben jetzt verpflichtende Deutschkurse für Kindergartenkinder,
wo die Eltern nicht mehr, ja, du guckst mich so an, aber es ist tatsächlich
so, da dürfen die Eltern nicht einfach in Urlaub fahren.
Die dürfen eine gewisse Zahl an Stunden nicht verpassen, die Kinder. Die müssen da sein.
Also das ist nicht mehr so, dass im letzten Kindergartenjahr alle Familien einfach
dann in Urlaub fahren können, wenn es am günstigsten ist.
Wenn dein Kind nicht ordentlich Deutsch kann, dann bist du da explodiert.
Dann musst du diese Stunden mitnehmen, weil...
An einer Schule außerhalb eines Brennpunktes, wo man nicht besonders darauf
vorbereitet ist, das den Unterricht sehr erschwert, wenn da Kinder kommen,
die kein Deutsch können.
Wir haben zusammen an einer anderen Schule gearbeitet, da war das irgendwie
zwei Drittel der Klasse gefühlt.
Und da war man drauf eingestellt, war sauanstrengend, natürlich.
Aber es ging schon irgendwie.
Ja, und ich meine, es gibt immer noch die, die einfach aus dem System rausfallen, sage ich jetzt mal,
die halt einfach so krass rausfallen, dass die vielleicht noch nicht mal einen
Kindergartenplatz haben und dann kommen die in die Schule und sind halt trotzdem
da und müssen halt trotzdem in den Unterricht und müssen halt trotzdem lernen,
still da zu sitzen und nichts zu sagen und sich zu melden.
Und ich glaube, dass, ja,
ich finde es einerseits gut, dass man irgendwie da drauf schaut und dass man
da auch mehr drauf schaut, aber andererseits darf man halt einfach diesen sozialen Aspekt,
also ich finde es schon heftig, dass dann Kinder irgendwie einfach gezwungen
werden, in den Deutschunterricht zu gehen.
Warum kann man das nicht als freiwillige Maßnahme oder warum kann man das nicht
anpassen, dass es eben passt für die Frau.
Also warum muss man das mit Großgeldern belegen?
Ja, es ist krass.
Es ist halt was Krasse.
Es ist sehr krass.
Ja.
Ja.
Also es ist ein Scheiß-Thema. Es ist halt leider so, es ist ein Thema,
was weltweit umspannend ist.
Also jetzt sind nicht nur weiße Menschen gegenüber persons of color rassistisch,
sondern wir haben das...
In allen Variationen, dass wir Fremdenfeindlichkeit haben, Rassismus haben zwischen
Kindern, zwischen verschiedenen Glaubensgruppen.
Ich glaube, das ist sogar das Häufigste, was einem so unterkommt,
wenn man so unterwegs ist in unserem Beruf.
Also ich glaube, das Häufigste, was ich wirklich erlebt habe,
ist, je nachdem, wo Kinder herkommen, dass es da Probleme gibt zwischen Sunniten,
Schiiten, zwischen Moslems und Christen, zwischen Hindus und Moslems.
Also das ist ziemlich weit verbreitet
tatsächlich, so eine Religionsfeindlichkeit den anderen gegenüber.
Ja, es hat glaube ich auch viel mit den Kulturen zu tun.
Und ja, ich wollte eigentlich noch auf das Thema Mehrsprachigkeit als Ressource
ganz kurz eingehen, weil es ja oft in der Schule, also damals war das immer so, Also hier,
wir sind hier in Deutschland, hier wird Deutsch gesprochen und ja,
wir sind hier in Deutschland und ja,
hier wird auch Deutsch gesprochen, aber nicht nur Deutsch gesprochen,
weil Mehrsprachigkeit ist einfach eine so wertvolle Ressource.
Und also an einem Ort, wo mir meine Sprache verboten wird, kann ich mich auch nicht wohlfühlen.
Also als wir noch zusammen gearbeitet haben, ich glaube, ich habe es immer erlaubt.
Und ich habe das auch im Team so gesagt, solange die Kinder sich untereinander
unterhalten, in ihrer Sprachgruppe ist das vollkommen fein.
Wenn jemand dazu kommt, der es nicht versteht, dann sollen sie bitte wechseln.
Das war immer so mein Weg, damit umzugehen.
Sie müssen sogar wechseln, weil das Kind sonst nicht mitspielen kann.
Und sie mit dem Kind dann auch nicht spielen können. Also es ist halt einfach ein Fakt, dass es so ist.
Aber wenn man das so krass verbietet, alles, was verboten ist,
oh mein Gott, als Kind, ich wollte es dreimal machen.
Wir erleben ja dann auch, dass sich Kinder aus dem System rausziehen,
dass sie sich irgendwo verstecken, die exkludieren sich, die sind nur noch in
ihrer Gruppe unterwegs,
die haben nur noch dieses Merkmal, was sie eben ausmacht, weil es eine Besonderheit
ist, die im System als etwas Besonderes wahrgenommen wird und was man nicht zulassen möchte.
Und das schweißt halt wahnsinnig zusammen. Total. Also dadurch schaffst du eine Parallelwelt.
Ja, und ob das dann eben so sinnvoll ist, ist die Frage, weil ich meine,
klar werden die Kinder immer in ihrer Sprache sprechen, weil das einfach ihre
Sprache ist, so ihre Herzenssprache ist.
Und ob sie es zu Hause auf dem Schulhof oder überhaupt nicht mehr sprechen,
ist total scheiße, weil ich meine…,
Wir brauchen ja auch irgendwann die Kompetenz, dass wir die Sprachen sprechen können.
Und ich meine, es ist eine total tolle Ressource, mehrere Sprachen sprechen zu können.
Ich meine, wenn man heutzutage weniger als drei Sprachen spricht,
dann ist man bei vielen Bewerbungsgesprächen schon sehr schnell raus. Ja, danke schön.
Sprech nur zwei.
Ja, ich auch. Ich habe mich mit eingekündigt.
Ja, aber was wir natürlich dadurch machen, wenn wir eine Sprache als weniger
wertvoll im System framen,
dann schaffen wir auch für zu Hause ein Klima, weil du hast halt Einfluss auf
die Schule, auch ins Zuhause hinein.
Was ich mir vorstellen kann, was nicht so gut ist.
Nee, und tatsächlich hatte ich da auch ein Beispiel von meiner besten Freundin.
Der Bruder kam nach Hause und hat dann auch gesagt, er spricht ja zum Nachdeutsch.
Und es war ganz klar nicht seine Muttersprache und ganz klar auch nicht seine
Herzenssprache, aber das wurde ihm so im Kindergarten gesagt,
in Deutschland spricht man Deutsch.
Und da war er dann erstmal zwei Wochen davon überzeugt, dass er nur noch Deutsch sprechen möchte.
Sauber.
Ja, es war ziemlich viele Diskussionen und ziemlich viel Streit und auch Stress,
aber ich glaube, umso mehr man es einfach dabei belassen hat,
umso mehr emotionaler wurde es dann auch irgendwann,
wenn man sich dann halt auch mal mit dem Thema Kurzzeit befristet auseinandersetzt
in der Familie und sagt, hey, so und so ist es.
Und in der Schule kannst du gerne mit deinen ganzen Freunden Deutsch sprechen,
aber zu Hause sprechen wir unsere Sprache und das ist eine schöne Sprache und
irgendwann kannst du beide Sprachen sehr gut, was ein total großer Vorteil ist und,
was schön ist,
wenn man das so ein bisschen nicht zu krass thematisiert, sondern einfach aufklärt,
ist es halt schon ein guter Schritt in der richtige Richtung und.
Mein Gott, viele Kinder grenzen das auch ganz klar ab.
Die sprechen im Kindergarten wirklich nur Deutsch und zu Hause wirklich nur
ihre eigene Sprache, ihre Herkunftssprache halt.
Und wieso denn nicht? Ich finde das schön. Es gibt aber auch viele Kinder,
die vermischen das halt.
Und warum nicht? Also es gibt kein richtig und kein falsch. Eine Mama hat auch
mal gefragt in einem Elterngespräch, ja, was soll ich denn machen?
Ich weiß gar nicht, ob ich jetzt Deutsch oder Türkisch mit meiner Tochter sprechen
soll. Dann habe ich gesagt, was sprechen Sie denn?
Was ist denn Ihre Herzenssprache? Was sprechen Sie denn lieber?
Wie würden Sie es denn machen wollen?
Ja, also eigentlich spreche ich schon sehr gutes Türkisch und ich würde halt
auch gerne, ja, dann sprechen Sie doch Türkisch mit mir.
Also da kann man ja auch einfach durch Studien sagen, dass wenn die Kinder sicher
in ihrer Muttersprache sind, dass sie dann überhaupt erst gut eine zweite Sprache lernen.
Weil wenn die, keine Ahnung, wenn die Pferd in ihrer Muttersprache die Vokabeln
nicht können, wie sollen sie sie dann auf Deutsch lernen?
Voll, voll.
Also wenn du einfach schon mal generell kein Wort für eine Sache hast,
kannst du ja auch in einer Fremdsprache kein Wort dafür haben oder lernen.
Und ich glaube, dass man sich als Eltern, natürlich will man immer das Beste
für sein Kind und sie hat beide Sprachen super gesprochen und ich meinte zu
ihr, sie sprechen beide Sprachen sehr, sehr gut.
Aber was ihr Kind auf jeden Fall lernen wird, ist Deutsch.
Ja.
Zu 100 Prozent.
Das kriegen sie alle irgendwie mit.
Das kriegen sie hin. Also in Deutschland werden sie auf jeden Fall Deutsch lernen.
Und da mache ich mir nicht so viele Gedanken, wie in ihrer Sprache zu sprechen.
Also wenn sie sehr gutes Türkisch sprechen, dann sprechen sie mit ihrer Tochter Türkisch.
Wollen wir mal von der Sprachschiene weg und wieder hin zum Rassismus?
Auf jeden Fall. Weil den gibt es ja auch in positiv konnotiert.
Wenn wir irgendwie Kolleginnen erzählt haben, dass das Kind of Color total süß
ist, weil es halt aussieht wie ein kleines Äffchen und sowas,
wo es mir heute noch die Haare aufstellt, wenn ich darüber nachdenke.
Oder dieses ewige Kinder mit keine Ahnung, wie sagt man das richtig?
Leonie, du bist da mehr im Thema, halt mit grausen Haaren ständig in die Haare fassen oder sowas.
Also es ist sowieso schon nicht cool, wenn wir Kinder ständig anfassen,
aber wenn wir dann noch zu dauernd meinen anfassen zu müssen,
weil es anders ist als bei uns und weil wir Unterschiede nur begreifen können,
wenn wir sie anfassen, schwierig. Nee, nicht schwierig, sondern voll ätzend.
Ja, es geht einfach gar nicht. Es werden einfach ständig Grenzen überschritten,
wenn man darauf zurückschaut.
Also ich meine, ich hatte eine schöne Kindergartenzeit, aber wie oft ich auf
den Schoß genommen worden bin.
Ich wollte gerade sagen, du warst bestimmt ein super niedliches Kind.
Ich war richtig süß. Wie oft ich auf den Schoß genommen bin,
damit die Erzieher so meine Haare irgendwie...
Anfassen oder riechen können, weil sie so gut riechen, wegen den ganzen Produkten. Das ist schon hart.
Und ich meine, so als Kind, man realisiert das natürlich nicht.
Man denkt nicht drüber nach und es ist auch nicht so ein großes Thema gewesen bei mir.
Aber ich habe halt schon so ein bisschen auch reflektiert und ich kann mich tatsächlich,
an ein paar Situationen in meinem Kindergarten sehr gut erinnern und ich weiß
auch noch, wie der Gruppenraum aussah und ich weiß auch noch,
wie unser Garten aussah und ich weiß auch noch, wie meine Erzieherin aussah.
Also ich kann mich an sehr viele Sachen sehr gut erinnern.
Aber bei mir ist auch ein paar Jahre mehr her.
Ja, aber ich meine, das ist ja auch immer unterschiedlich, aber es war schon
so, dass meine Mama mir damals erzählt hat,
dass alle unbedingt wollten, dass ich zu ihr in die Gruppe komme.
Also die Erzieherin haben schon gesagt, die muss in meine Gruppe kommen.
Das war schon Thema anscheinend ganz früh.
Und ich war ein sehr, sehr liebes Kind. Ich habe mich immer brav verhalten und
war ganz unauffällig und so.
Aber ja, es war halt auch einfach teilweise Sachen, die früher einfach normal waren.
Ja, also das ist halt eine Objektifizierung bis hin zur Fetischisierung und
dass da dein Aussehen wichtiger ist als deine Persönlichkeit, ist halt einfach so.
Ja, das war so. Aber ja, ich finde,
was ich super, super wichtig finde, ist, wenn man auch mit Kindern schon früh
drüber spricht und da gehört natürlich auch das ganze Material dazu,
was man eben so genutzt, Bücher,
da kann man einfach auch mal, wenn man Zeit hat an irgendeinem Klausurtag oder
was auch immer, kann man mal durchgehen oder in den Ferien, wenn halt nicht
so viele Kinder da sind und einfach mal drauf schauen, was hat man denn so für Kinderbücher.
Da, wie kann man denn Menschen noch zeichnen, ohne jetzt nur hellhäutige Kinder
oder Eltern abzuzeichnen.
Ich meine, bei den Kinderbüchern sind wir inzwischen wirklich sehr inklusiv
geworden. Also da ist ja echt viel dabei.
Sehr Dank, aber es gibt ja auch immer noch welche, die halt nicht so drauf schauen.
Und ich finde, man kann da echt viele Sachen gut,
gut raussuchen.
Und da sprechen wir jetzt nicht über Bücher wie Alles ist Familie,
wo der extra Wert drauf gelegt ist, das auch explizit zu zeigen,
sondern das Wald- und Wiesenbuch, was einfach bei den Kindern rumliegt,
was die selbstständig sich anschauen, wo einfach alles da sein soll.
Also über People of Color zu Menschen mit Behinderungen, Beeinträchtigungen,
dass da nichts exkludiert ist, sondern alles dabei ist und das ist dann schon
wieder schwierig zu finden.
Und das heißt jetzt nicht, dass man alle anderen Bücher irgendwie wegtun muss.
Doch, alle verbrennen. Alles zensieren. Nein, natürlich nicht.
Nein, es heißt einfach nur, dass man offen sein soll für mal vielleicht ein bisschen was anderes.
Und ich meine, ich habe ja seinerzeit, als wir noch zusammengearbeitet haben,
alle Bände Lucky Luke und Asterix und Obelix bestellt.
Und ich habe aber auch gesagt, die könnt ihr nicht einfach den Kindern geben.
Also spätestens wenn wir dahin kommen, wie asiatische Menschen dargestellt werden
bei Lucky Luke als Bahnarbeiter, dann müssen wir das mit den Kindern einordnen.
Oder wie die Darstellung von der indigenen Bevölkerung der Amerikas ist.
Da müssen wir drüber sprechen. Das können die Kinder nicht mehr einfach so in die Hand bekommen.
Und das ist keine Zensur, das darf weiter so existieren, aber es muss halt eingeordnet sein.
Man muss einfach drüber reden. Und auch sei es, ja,
Mit Kindern überhaupt drüber zu reden, weil es ist ja nicht nur in den Kinderbüchern
oder in den Büchern allgemein, sondern halt auch, es sind halt reale Menschen da.
Und wir haben alle einfach in unseren Gruppen oder in unseren Einrichtungen
verschiedene Kinder mit verschiedenen Haarstrukturen und verschiedenen Hautfarben
und auch verschiedenen Augenfarben.
Ich meine, da gibt es ja auch glücklicherweise inzwischen auch Stiftepackungen.
Mit verschiedensten Hauttönen, was sich jetzt erstmal lächerlich anhört.
Aber wenn wir eben als Hautfarbe immer nur Schweinchenrosa bezeichnen,
kann ich damit halt kein komplettes Bild der Gesellschaft zeichnen,
in der ich aufwachse. Deswegen gibt es das inzwischen.
Aber ja, und ein Tipp von mir ist es, wenn man eh schon mit Kindern darüber
spricht, fangt mal mit den Augenfarben an.
Weil Augen sind sowas Neutrales und es sind einfach verschiedene,
es gibt verschiedene Augenfarben, manche die funktionieren gut,
dann kann man auch so ein bisschen, manche brauchen eine Brille,
da kann man auch dann drauf eingehen.
Dann kann man auf die Handflächen eingehen, verschiedene Finger,
verschiedene Größen, verschiedene Farben.
Meine Handfläche innen ist genauso hell oder fast so hell wie deine.
Dann kann man auch die Hand umdrehen.
Ich habe eigentlich keine großen Berührungsängste, wenn es um meine Hände geht.
Dann kann die Kinder auch mal meine Handfläche oben und unten berühren und sagen, Ja stimmt,
meine Haut ist genauso wie deine und ich finde, es ist einfach super wichtig,
dass man darüber spricht und zwar total neutral, ganz neutral.
Nicht bewerten, nicht sagen, das ist schön, das ist nicht schön,
sondern einfach, das ist einfach nur die Haut. Die Haut ist ein Organ,
einer der größten Organe von unserem Menschen.
Das größte sogar, ja.
Das größte.
Und ich finde, man kann das einfach gut besprechen mit Kindern,
weil die da auch sehr neutral und interessiert dran sind.
Mit Kindern, ja. Bei Erwachsenden wird es halt dann schwieriger.
Also wenn wir im Kollegium sind, also das ist halt dann, also da ist es.
Ich muss es halt so sagen, natürlich
auch 30 Prozent der Kolleginnen und Kollegen sind auch Rassisten.
Mindestens 30 Prozent, weil wir im Querschnitt durch die Gesellschaft sind.
Und da muss halt jeder von uns selber entscheiden, wie er damit umgeht.
Ich habe jetzt zum Glück eine Position, wo ich das nicht zum Glück,
sondern ich muss das halt ansprechen und ich kann das nicht akzeptieren.
Und mit meiner politischen Einstellung, die glaube ich jeder kennt,
der mehr als eine Folge Podcast gehört hat, geht das sowieso nicht mehr.
Aber wenn man halt jetzt als Kollege auf der gleichen Stufe irgendwie miteinander
arbeitet, muss man sich halt überlegen, wie man damit umgeht,
weil schön ist das nicht.
Also ich habe keine Ahnung, ob dir das jetzt in deinem Berufsleben schon mal
untergekommen ist, dass dir Rassismus begegnet ist in einem Kollegium?
Ja.
Ich glaube schon.
Wenn ich nein sagen will, würde ich lügen. Also natürlich passiert das.
Aber worauf ich noch kurz eingehen wollte bei den Kindern, ich finde,
es kommen manchmal echt schöne Gespräche zustande,
wenn man mit Kindern über verschiedene Strukturen oder auch die Hautfarbe spricht,
weil die einfach nochmal einen ganz anderen Blick haben, so einen kindlichen
Blick drauf, ohne es zu verurteilen.
Und viele Kinder, da merkt man halt einfach, da sind die Eltern schon dran,
die sagen auch, ja, jedes Kind ist schön, so wie es ist und so.
Die haben dann diese Standardsprüche natürlich auf Lager, Copy-Paste sage ich meistens auch.
Aber es muss halt auch ungefähr hundertmal gesagt werden,
Wie gehört das. Ja, und dadurch, dass die Kinder halt meistens schon so das
Verwirklichen oder auch mit reinbringen,
hat man meistens auch, weil eine Kollegin meinte dann so, ich weiß gar nicht,
wie ich das Thema irgendwie ansprechen soll und mach du das lieber, Leonie.
Und ich war so, nein, mach du das.
Weil es ist ja genau darum geht, dass man über seinen Schatten springt und da einfach mit reingeht.
Und wenn du nicht zu viel dazu zu sagen hast, dann lass die Kinder reden.
Fertig. Du musst es halt dann irgendwann unterbinden, wenn es halt in eine negativere
Richtung geht, sage ich jetzt mal.
Und wenn dann halt Kinder anfangen irgendwie...
Beleidigungen zu äußern oder halt auch extrem rassistische Sachen zu sagen und
es halt einfach hinterfragen.
Und ich finde es halt sehr, sehr wichtig, dass man mit den Kindern so früh wie
möglich wirklich darüber spricht.
Und das Thema kommt früher oder später, es kommt im Kindergarten los.
Wenn das Thema vor allem gerade aktuell ist, wollte ich sagen.
Ja, und es geht im Kindergarten los. Also sobald du Kinder hast,
die unterschiedlich aussehen, werden die das irgendwann miteinander thematisieren,
weil die mögen sich und die vergleichen sich.
Und so wie die sich als Mädchen und Jungs mit ihren Genitalien irgendwann anfangen
zu vergleichen, wenn die aufs Klo gehen, fangen die auch an,
ihr unterschiedliches Aussehen zu thematisieren.
Ganz großer Punkt ist auch Sonnencreme. Ja, du brauchst ja keinen Sonnencreme,
weil du hast ja dunkle Hautfarbe.
Ist halt nicht richtig.
Das ist halt einfach falsch. Es gab auch schon Kollegen, die das zu Kindern gesagt haben.
Und es gab auch schon Kollegen, die mit Eltern darüber gesprochen haben,
wo dann auch Eltern leider nicht genug informiert waren und gesagt haben,
nee, mein Kind braucht keine Sonnencreme.
Es ist ja auch okay, wenn das die Eltern so empfinden, aber wir haben nun meinen Auftrag als Pädagogen,
dass man dann die Eltern auch aufklärt und sagt, hey, die Haut,
das ist total wichtig, vor allem im Kindesalter, dass man die gut schützt.
Und was man nicht vergessen darf, auf dunkler Haut sieht man Hautkrebs halt viel schlechter.
Es ist echt ein krasses Thema.
Und UV-Strahlung ist für alle Hauttypen schädlich, wenn sie übermäßig...
Ja, also das ist eine große Mythe, dass wir davon verschont sind.
Und da habe ich auch schon, also da habe ich so Schreckliches gehört schon, es ist ganz schlimm.
Und ich bin dann auch mal in den Kindergarten gekommen, wo das eben dann gesagt worden ist.
Und ich habe sofort die Sagencreme genommen und dieses Kind damit eingestellt.
Den Charis for everyone.
Ja, es ist halt einfach nicht in Ordnung, dass man ein Kind,
vor allem, dass man alle anderen Kinder einkremt bis auf ein Kind. Egal warum.
Ja, wie exkludierend ist das? Es schadet ja nicht. Du gehst doch einfach mit
ein, damit es sich fühlt wie die anderen.
Ja, also es ist, ja, genau darum geht es.
Also nicht in Ordnung und ganz sicher nicht in Ordnung, wenn es dann auch noch
um die Gesundheit von einem Kind geht.
Ich mache das ja schon immer, wusstest du, dass dunkle Haut mit Ladiwal blau wird?
Ja, ja, dass man dann so einen blauen Schimmer hat. Ja, genau.
Ja, habe ich schon gemerkt, ja.
Ja, also wie gesagt, ist total wichtig und richtig, dass man das macht und da
auch sich nicht irgendwie einschüchtern lässt von...
First of all, Fehlinformationen und meistens ist das Bauchgefühl schon richtig
und vor allem, ich war in der Ausbildung, also ich hatte totalen Respekt vor
den ganzen anderen Kollegen und war so,
darf ich ganz kurz was sagen? Das stimmt nicht.
Das ist eigentlich ein ganz schön großes, ganz schön viel Mut.
Ja, weil das geht einfach nicht. Naja, egal, auf jeden Fall.
Kollegen sind ein riesengroßes Thema, weil man halt nun mal im Team arbeitet
und, was ich auch schon vorher gesagt habe, mit seiner eigenen Persönlichkeit arbeitet.
Und die kann man halt nicht einfach wie ein Laptop dann zuklappen und sagen,
okay, ich bin jetzt fertig mit meinen ganzen Arbeitssachen, ich gehe jetzt nach
Hause, sondern das beschäftigt meistens einen und das ist halt einfach wichtig,
dass man viel reflektiert und halt auch Feedback natürlich bekommt und auch Feedback geben kann.
Und rassistische Äußerungen, klar, gibt es das und wird es auch immer geben wahrscheinlich.
Ich glaube, es wird auch momentan sogar schlimmer, weil der dünne Firnis des
Anstandes, der mal über den persönlichen Rassismus drüber lag,
dieses alles sagt man aber nicht, wird halt mit der aktuellen Politik einfach
jeden Tag ein bisschen dünner.
Ja, noch dünner als er eh schon ist.
Ja, und es war eh schon, man konnte eh schon durchgucken.
Ja, auf jeden Fall. Und ich glaube, dass, naja,
dass man sich dann noch mehr rausnimmt, wenn man selbst halt noch sehr jung
ist und vielleicht auch Migra hat, also Migrationshintergrund.
Und...
Ich glaube, dass man da ganz vorsichtig sein muss.
Also wie man selbst mit sich spricht sowieso, aber auch wie man ja über seine Kollegen spricht.
Vor allem, wenn man halt Kollegen hat. Das sind halt oft nicht die Freunde im
Freundeskreis, die man halt schon seit über 20 Jahren kennt oder so,
sondern es sind halt Kollegen und man weiß halt nie,
wie die so sind und was die halt vorher schon alles erlebt haben.
Und auch wenn es manchmal auch nur irgendwie aus Spaß gemeint ist oder so,
ich finde, da gibt es halt schon Grenzen und wenn man die Grenzen nicht kennt,
dann halt dich lieber zurück, als es einfach rauszuhauen und überlegt und dann
im Endeffekt sogar jemanden zu beleidigen, weil du kannst nicht davon ausgehen,
nur weil du es nicht beleidigend gemeint hast,
dass es die andere Person nicht beleidigt, das ist einfach so.
Und ich glaube, dass es total wichtig ist, da aber auch für einen selber einzustehen,
auch wenn man weiß, dass die Person es nicht beleidigend gemeint hat.
Lieber spreche ich es an und sage, hey du, ich weiß, es war aus Spaß gemeint
und es war vielleicht gerade auch in der Situation voll lustig und ich habe
vielleicht auch ein bisschen so grinsen müssen, aber...
Ich möchte es ansprechen, weil ich mich dabei extrem unwohl gefühlt habe und
ich dich nicht irgendwie als so einkategorisieren möchte in dem und dem Kontext vielleicht auch.
Und mir das einfach wichtig ist, dass wir respektvoll bleiben. Fertig aus.
Und was man da vielleicht auch dazu sagen kann, ist also wenn man aufsteht und
etwas sagt, demgegenüber ist es immer unangenehmer als einem selbst.
Voll.
Also ich bin da ja schon ganz oft rein und habe, man muss auch einfach sagen,
die Leitungen haben ein gewisses Alter erreicht im Schnitt, die sind oft über 50,
haben ein gewisses Weltbild und wenn du denen ihr Weltbild zerstörst oder verstörst
und sie mit sowas konfrontierst, die meisten fangen nicht zu streiten an.
Ja. Die meisten sind tatsächlich gut. Ich kann es immer nur wieder sagen,
ich bin halt, wie ich bin und ich sehe aus, wie ich aussehe und ich habe Privilegien,
die ich dann auch tatsächlich bereit bin zu nutzen und aufs Spiel zu setzen,
weil ich bin am Ende Diskussionen immer noch ein weißer Mann,
der unbeschädigt aus sowas rausgehen kann.
Das ist tatsächlich auch um allen, die aussehen wie ich, Mut zu machen.
Ihr könnt in so eine Diskussion vollkommen reingehen und am Ende wird man euch
dafür Beifall klatschen.
Es ist einfach so. Worauf wollte ich hinaus?
Auf, dass man sich stark machen soll.
Genau, weil das Gegenüber wird nicht den Mut haben, sich mit dir streiten anzufangen,
wenn du ihn als Rassisten oder als jemand, der eine rassistische Äußerung getätigt
hat, outcallst, weil die meistens dann schon irgendwie wissen.
Und dieses jetzt darf man ja gar nichts mehr sagen.
Das ist die schlimmste Aussage.
Ja, aber das kann man dann schon auch aufarbeiten.
Und ich habe auch meinen Grundsatz und da spreche ich wirklich für mich.
Für mich ist deine Meinung keine Beleidigung, bis sie zu einer Beleidigung wird.
Du kannst deine Meinung haben, ja. In einem Kontext kannst du...
Auch deine Meinung vertreten. Aber wenn es beleidigend wird und wenn es halt
wirklich, ich sage jetzt mal,
menschenunwürdig wird, wo es halt einfach nur noch auf, ja, aber die sind ja
alle so und dieses Pauschalisieren und dieses Vorurteile reinwerfen,
bis zum Gehtnichtmehr, dann ist es vielleicht deine Sicht und deine Meinung,
aber dann ist es halt auch faktisch meistens falsch.
Und Hass ist halt auch keine Meinung.
Ja, Hass ist keine Meinung, definitiv. Und deswegen meine ich auch,
deine Meinung ist deine Meinung.
Aber wenn du beleidigend wirst, dann ist es meistens emotional gebunden.
Das ist meistens viel Angst und Hass.
Und Angst ist ja so ein bisschen der Auslöser für Hass.
Es ist nun mal so, dass das dann die Grenze bei mir überschreitet.
Und man muss auch sagen, also man darf schon alles sagen. Man muss aber auch
aushalten, wenn jemand was dagegen sagt, weil freie Meinungsäußerung funktioniert
halt in beide Richtungen.
Ja, und Beleidigung ist Beleidigung. Richtig. Und ich glaube,
dass auch wenn eben Sachen aus Spaß gemeint sind und ja, man darf ja gar nichts mehr sagen, ha ha ha.
Nee, darum geht es nicht. Es geht darum, dass man respektvoll bleibt und vor
allem im Arbeitskontext eine professionelle Art und Weise findet,
wie man damit umgeht, ohne...
Sich in irgendeine Opferrolle reinzukräuseln sozusagen und sich dahinter zu
verstecken jedes Mal, das bringt nämlich keinem was.
Also wenn es um mich geht, da bin ich sehr direkt und sehr ehrlich, du kennst mich.
Und dann mache ich halt meinen Mund auf, weil Sachen,
die gesagt sind, sind gesagt und man kann sich natürlich reflektieren und auch
für Sachen entschuldigen, aber es ist nun mal auch ein Teil,
mit dem wir in einem Team gut umgehen müssen und einfach achtsam sein müssen.
Und egal, ob es um die Hautfarbe geht, egal, um was es geht,
man muss einfach schauen, dass es immer jedem gut geht. Das ist auch so ein Grundsatz von mir.
Ich möchte, dass es jedem gut geht und ich möchte nicht, dass jemand wegen irgendwelchen
pauschalisierenden Sachen oder Vorurteilen jedes Mal ein schlechtes Bauchgefühl bekommt.
Und halt auch so, okay, geht es da jetzt um mich, weil ich die Einzige in diesem
Raum bin, die halt einfach mal, die halt einfach POC ist, wo es sichtlich ist, dass es so ist.
Aber ja, ja.
Ich glaube, wir haben die Firma für uns bei der Schöpfenband.
Ich würde aber das letzte Wort heute nicht bei uns lassen, sondern bei Audre Lorde.
Ja, hau raus.
Die hat 1984 in einem Vortrag über Age, Race, Class und Sex gesprochen.
Also die ist Feministin und Bürgerrechtlerin und ziemlich coole Person.
Und ich sage es euch auf Deutsch, weil mein Englisch halt in der Aussprache nicht das geilste ist.
Es sind nicht unsere Unterschiede, die uns trennen, es ist unsere Unfähigkeit,
diese Unterschiede zu erkennen, zu akzeptieren und zu feiern.
Sehr schön. Ich will auch kurz noch was zum Irgendeinem.
Damit zum Black History Month auch mal schwarze Personen außer dir zu Wort kommen.
Sehr schön, finde ich toll.
Wenn du dich in einer Situation befindest, wo du sagst, okay,
in der Arbeit oder in meiner Einrichtung ist das jetzt schon häufiger vorgekommen.
Ich fühle mich richtig unwohl und ich weiß nicht, was ich machen soll.
Natürlich gibt es da den klassischen Weg. Ich gehe zu einer vertrauenswürdigen
Kollegin, Leitung, spreche mit der darüber.
Nimm dir immer natürlich eine zweite Person mit.
Schau nach Beratungsstellen. Es gibt viele verschiedene,
da findet man eigentlich guten Anklang und es gibt aber auch externe Fachberatungsstellen
von meistens den Firmen oder der Arbeit, wo du bist.
Und da kann man sich auch anonym beraten lassen und Beratung ist nicht gleich
automatisch Anzeige, falls man da irgendwie Angst vor hat.
Aber falls es Zeugen gibt bei ganz krassen Fällen, immer gleich mit dazunehmen,
wenn man das machen möchte und auch eine Anzeige stellen, weil es ist nicht
in Ordnung und es darf nicht verharmlost werden, auf gar keinen Fall.
Deswegen sucht euch immer Unterstützung. Es gibt die kollegiale Beratung,
wo man hingehen kann, bei uns zumindest.
Und macht euch dafür stark, dass es allen gut geht.
Richtig. Dankeschön und dann haben wir es. Dann bis zum nächsten Mal.
Danke fürs Zuhören. Ciao.
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