Das pädagogische Duett

Markus und Timo

Die sechs wichtigsten Eigenschaften. Das pädagogische Solo 2

Eine eigene Meinung haben: Warum es wichtig ist, seine Ansichten zu vertreten

26.11.2023 21 min Markus

Zusammenfassung & Show Notes

In diesem Podcast geht es um die wichtigen Eigenschaften und Fähigkeiten, die Erzieher und Erzieherinnen mitbringen sollten. Die Moderatorin spricht über sechs Punkte, die sie für wichtig hält: Authentizität, Beobachtung der eigenen Interaktionen mit den Kindern, Empathie, Zeit nehmen, um sich selbst kennenzulernen, Respekt im Umgang mit anderen Menschen und eine offene Kommunikation. Sie betont, dass Empathie erlernt werden kann und dass es wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, um sich selbst besser kennenzulernen und zu reflektieren. Respektvolle Kommunikation und das Zuhören und Ausreden lassen anderer Menschen sind ebenfalls wichtige Aspekte in der Arbeit als Erzieher oder Erzieherin. Zuverlässigkeit und Geduld sind weitere Schlüsselqualitäten, um eine gute Beziehung zu den Kindern aufzubauen und sie erzieherisch zu unterstützen. Die Moderatorin spricht auch darüber, wie wichtig es ist, eine eigene Meinung zu haben und diese respektvoll zu vertreten. Sie betont die Bedeutung einer guten Streitkultur, sowohl im Umgang mit anderen als auch mit sich selbst. Selbstkritik und Selbstreflexion sind entscheidend, um persönlich zu wachsen und sich weiterzuentwickeln. Zuletzt spricht die Moderatorin über die Bedeutung von Bildung und Allgemeinwissen für Erzieher und Erzieherinnen.

Pädagoisches-Duett.de

Transkript

Herzlich Willkommen zum Pädagogischen Duett. Dieses Mal wieder in einer Solovariante. Habt ihr wahrscheinlich schon am Titel gesehen. Genau, und dieses Mal geht es um ein Thema, was jetzt vielleicht nicht ganz so... Doch, es wird super. Es wird bestimmt super. Wir sprechen dieses Mal darüber, was ich mir so alles vorstelle, was Erzieher und Erzieherinnen, so meiner Meinung nach, mitbringen müssen oder sich aneignen müssen, um gut in unserem Job zu sein. Und ich habe mir so sechs Punkte aufgeschrieben, die ich voraussetze, damit man... Ja, bleiben wir bald gut in unserer Arbeit ist. Und wir fangen direkt an mit dem ersten Punkt, auf den kam ich, weil mich der Mario beim Masterland angeschrieben hat, wegen Biografiearbeit. Und das bringt mich zum ersten Punkt, wie man sein sollte. Das sagt einem eigentlich jeder während der Ausbildung. Nämlich authentisch sollen wir sein. Wir sollen authentische Menschen sein im Umgang mit Kindern. Nur, ja, was dieses authentisch eigentlich bedeutet, ist ein bisschen schwierig, vor allem je jünger wir sind. Denn da ist ja die große Frage, was bedeutet denn authentisch? Und woher weiß ich, wann ich authentisch bin? Und dafür müsste ich ja wahrscheinlich erst mal wissen, wer ich eigentlich selber bin. Was bin ich für eine Person? Was bringe ich für Fähigkeiten mit? Was kann ich? Was kann ich nicht so gut? Und um das herauszufinden, brauche ich eben Biografiearbeit. Jetzt, ja, hätte ich sagen können, ja, mach halt eine Fortbildung zum Thema Biografiearbeit. Aber so ein ganz kurzes Exkurs, nur weil so viel Erfahrung habe ich damit auch nicht. Aber mir hat es schon geholfen, die paar Mal, die ich es gemacht habe. Wenn wir über Bildungsbiografie sprechen, und darum geht es ja in unserem Beruf, also wie wollen wir selber als Menschen sein, die in diesem Bildungssystem sind, ist ja dann, muss ich mir überlegen, was hat mich denn beeinflusst, wie ich in diesem System? Was hat mich denn in diesem Bildungssystem selbst so beeinflusst? Und dafür kann ich mir Lapppapier nehmen, großes Lapppapier, und meine Bildungsstationen aufschreiben. Also mein Kindergarten, meine Grundschule, meine weiterführende Schule, meine Berufsschule und so weiter, bis zum heutigen Tag, so durch mein ganzes Leben durch. Bei mir waren das, glaube ich, drei verschiedene Grundschulen, Hauptschule, eine Realschule, noch eine Hauptschule und so weiter, vielleicht ein Fahrlehrer, die Bundeswehr. Also überall, wo ich mit Lehrern in Kontakt gekommen bin, das kann ich dann so aufmalen und kann mir dann eben bei jeder Station überlegen, hat mir gut gefallen, hat mir nicht so gut gefallen und warum. Also welche Menschen haben diese Erlebnisse da für mich so beeinflusst, dass es eben für mich ein gutes oder ein schlechtes Ergebnis war. Und daraufhin kann ich mir überlegen, ja, das möchte ich gerne machen, das möchte ich auf jeden Fall vermeiden. Und so habe ich dann eben so einen kleinen Teil Biografiearbeit schon mal gemacht, dass ich zumindest da weiß, wie ich gerne wäre oder wie ich eben nicht gerne wäre und da habe ich schon ein kleines Stück Authentizität erreicht. Ihr merkt, ich tu mich schon immer schwer bei dem Wort. Ja und das wäre dann eben so ein ganz bisschen Bildungsbiografiearbeit und die kann auch jeder für sich selber machen. Da braucht man jetzt keine große Fortbildung für. Ja, da habe ich schon mal das. Also dann kann ich schon mal authentischer sein, wer ich bin, wer mich beeinflusst hat, wie ich so sein möchte. Gut, jetzt muss ich mir überlegen, passt denn mein authentisches Bild, das ich so abgebe in meinem alltäglichen Arbeiten für meine Edukanten. Und um das zu merken, habe ich jetzt klar, das Beobachten oder sich selbst zu beobachten ist relativ schwierig. Die anderen, während ich mit ihnen umgehe, beobachten das auch ziemlich schwierig. Brauche ich jemand anderen für? Was uns da hilft, eben ist Empathie. Also empathisch zu sein. Rein zu spüren in die anderen. Jetzt sagen die alle, das bringt man mit, das kann man nicht lernen. Empathie, das ist sowas, das kann man oder das kann man eben nicht. Ja, ganz so einfach ist es eben mit der Empathie. Nicht, das kann ich oder das kann ich nicht. Klar, ich kann so Grundanlagen mitbringen, aber das kann man auch lernen. Das hat dann was mit sich Zeit nehmen zu tun, mit auf den anderen achten, achtsam sein, nicht so schnell durch seinen Alltag zu gehen, sich Zeit lassen und eben auch schauen, wie wirke ich denn auf den anderen. Also ich hatte da Erlebnisse, ich glaube, ich habe es schon öfter erzählt, bei der Eingewöhnung, als ich noch im Kindergarten gearbeitet habe, bei einem dreijährigen Kind, hat dann das Weinen bei mir angefangen und da wollte ich mir dann auch überlegen, okay, warum ist das jetzt so und versuche mich da hinein zu versetzen und dann nicht wütend zu werden und zu sagen, blödes Kind, warum akzeptiert mich das jetzt nicht, sondern es auch zulassen, dieses Gefühl meines Gegens über zuzulassen, zu sagen, okay, wird schon Gründe haben, aber erst mal eben auch damit klarkommen, dass mich nicht jeder mag und mich nicht jeder großartig findet und eben auch zu versuchen, zu spüren, was ist denn bei meinem Gegenüber da gerade los. So, jetzt hatte ich zwischendrin, glaube ich, das falsche Mikrofon ausgewählt, wir sehen es dann gleich, also falls ich jetzt ihr Ton verändert habe, habe ich jetzt das richtige Mikrofon ausgewählt. Ich hoffe, ich bin nicht zu nah dran. Ja, ich hatte gerade eben über Empathie gesprochen und gesagt, das kann man schon lernen. Ich weiß aber nicht, wie, also ich bin einer von den Menschen, der von Anfang an immer gehört hat, ich wäre so empathisch und ich würde halt schon spüren, was mit den Kindern ist. Da bin ich mir nicht so sicher. Ich werde das auch irgendwann gelernt haben. Ich kann euch aber nicht sagen, wann und wie ich das gelernt habe, aber ich bin fest davon überzeugt, mit genug Zeit mit sich selbst, wenn man sich genug selbst Zeit gibt, kann man auch lernen, empathisch zu sein, wenn man sich Zeit lässt und auch so ein bisschen reflektiert, was löst denn jetzt das Verhalten des Gegenübers in mir aus. Also, wenn man über sich selber anfängt, dann wird das bestimmt auch kommen, dass man es im anderen auch erkennen kann, was das eigene Verhalten so grundlegend auslöst. Wobei, da sind wir wieder dabei, Sender und Entsender, man kann eigentlich nicht hundertprozentig steuern, was das eigene Verhalten im Gegenüber auslöst. Was wir aber schon machen können, ist eben respektvoll mit allen Menschen, die uns begegnen, jeden Tag umzugehen. Also vollkommen egal, ob es jetzt Kinder sind, Eltern sind. Jetzt habe ich hier das System gerade wieder rausgebracht. Ja, ob es Kinder sind, Eltern sind, unser Chef sind, unsere Kollegen sind, ist vollkommen wurscht. Wir begegnen erstmal allen Menschen mit Respekt. Nicht nur mit Wertschätzung, sondern mit Respekt. Das heißt, so grundlegende Regeln des Zusammenlebens gelten für alle Personen, denen wir so im Tag begegnen. Wir hören uns zu, wir lassen uns gegenseitig ausreden, wir sprechen auf Augenhöhe miteinander. Das heißt, bei jedem Kind schaue ich, dass ich nicht von oben herab mit ihm spreche, sondern wenn mich ein Kind anspricht, dann begebe ich mich auf Augenhöhe des Kindes. Ja, wenn ich Kollegen begegne, dann höre ich denen halt auch vernünftig zu, was sie von mir wollen und lasse sie ausreden und höre ihnen wirklich zu und bin nicht ständig in eigenen Gedanken dabei oder überlege schon, ah, was könnte ich jetzt darauf sagen, sondern lasse mich gegenüber ausreden, lasse mir Zeit, höre zu, frage vielleicht auch nach. Also Respekt drückt sich für mich ganz viel darin aus, wie wir miteinander kommunizieren und wie gut wir einander zuhören und uns ausreden lassen und eben auch, was wir dann mit dem, was wir hören, machen. Also rede ich jetzt mein Gegenüber gleich nieder und sage, ja, so eine Kack-Idee oder frage ich erstmal nach, was genau gemeint ist vielleicht mit einer Idee, paraphrasiere das mit eigenen Worten und versuche das nicht gleich abzuschmettern, auch wenn es mir nicht gefällt, sondern überlege und frage nach, ob das vielleicht nicht doch irgendwas ist oder zumindest mal ein Teil von dem, was ich gehört habe, der mich weiterbringt in meiner Arbeit und oder eben in dem Arbeitsschritt, den ich gerade mache und mich nicht, ja, dass ich nicht von vornherein alles ablehne, was ich jetzt nicht so gut finde, das meine ich eben, mit wir gehen respektvoll miteinander um und auch, dass wenn ich auf ein Kind Maß regeln möchte, dass ich dem Kind trotzdem zuhöre. Also auch, wenn mich jetzt ein Kind wütend gemacht hat, da kommen wir aber gleich noch, nee, kommen wir gar nicht mehr zu. Also ich finde jetzt, Kinder sollten uns per se nicht wütend machen, aber an dem Punkt bin ich selber auch noch nicht. Also auch, wenn ich mich über ein Kind geärgert habe, denke ich, dass es der Respekt gebietet, dass wir uns schon gegenseitig zuhören und wir auch dem Kind zuhören, was jetzt los war und erst danach mit unserem, was wir vorhaben, weitermachen, also schimpfen, zurechtweisen, eine Konsequenz aussprechen. Ich denke, hat jeder das Recht, angehört zu werden. Jetzt kommen wir noch, ja und das sollten wir auch jedes Mal machen, weil das wäre mein nächster Punkt, wie wir sein sollten in unserer Arbeit, nämlich zuverlässig. Das heißt, umfasst eigentlich ganz einfache Punkte, das heißt, wir sind immer da, also so gut wie immer. Also klar, wir haben auch mal Urlaub und manchmal werden wir krank, aber wenn wir da sind, dann sind wir auch da. Wir sind pünktlich da, wir halten uns an das, was wir gesagt haben, wir halten uns an unsere eigenen Regeln. Also wir sind ein zuverlässiger Teil in dem zufälligen Leben der Kinder. Ich meine, die sind zufällig an uns geraten, wir sind zufällig an die geraten, aber die Zeit, die wir miteinander haben, sind wir der zuverlässigste Teil dessen, was ihnen so passiert. Also das heißt, wenn ich heute dem Kind sage, morgen wird gebastelt, dann wird morgen eben auch gebastelt. Oder morgen spreche ich mit dem Kind, über das du dich jetzt geärgert hast, aber das schon weg ist, dann spreche ich morgen eben auch mit dem Kind, über das ich geärgert wurde. Das ist wichtig, dass ich mich an meine eigenen Ansagen und Absprachen eben auch selber halte als Erwachsener. Denn nur so baue ich Vertrauen auf und kann ich eine Beziehung aufbauen, das geht nur über Zuverlässigkeit. Wie es im kleinen Prinz heißt, um ein Tier zu zähmen, damit der Fuchs gezähmt werden kann, muss der kleine Prinz jeden Tag da sein, immer zur gleichen Zeit. Und so ist es eben auch mit den Kindern. Wir müssen jeden Tag da sein, immer zur gleichen Zeit und müssen ein zuverlässiger Partner im Leben der Kinder sein, damit wir überhaupt irgendeine Chance haben, erzieherisch auf Kinder einzuwirken. Und dafür, bis das stattfindet, also bis die Kinder uns vertrauen, brauchen wir eben Geduld. Das ist nämlich auch ein ziemlich großer Punkt, den wir brauchen, ist Geduld, also mit uns selber, mit unserem Gegenüber. Und je mehr Geduld wir haben und je weniger gestresst wir durch den Tag gehen, umso besser funktioniert es auch für alle. Das ist natürlich in Zeiten des gravierenden Personalmangels immer höherer Anforderungen. Die ganze Welt um uns herum ist aus dem Lot geraten. Die Eltern wollen was von uns, die Träger wollen was von uns. Jeder möchte irgendwie, dass wir funktionieren und dafür sorgen, dass die Kinder funktionieren. Aber so funktionieren leider Menschen nicht. Also wir sind nicht gemacht, um zu funktionieren. Meiner Meinung nach sind Menschen halt dafür gemacht, um möglichst kompliziert zu sein miteinander. Also, ja, überspitzt gesagt. Ich meine, an und für sich möchte jeder in dem System, in dem er ist, irgendwie gut durchkommen. Und dafür funktionieren wir schon alle im Großen und Ganzen, bis auf wenige Ausnahmen. Aber es braucht eben trotzdem Geduld, damit junge Menschen zu großen Menschen heranwachsen können, die gut durch ihr Leben kommen. Jetzt ist gut natürlich immer so ein Maßstab, der schwierig anzusetzen. Also heißt jetzt gut, ich bin reich, heißt gut, ich bin glücklich, ist gut eine Kombination von beidem. Aber dafür brauchen wir dann wieder Geduld, wenn wir diese erwachsenen Menschen sind, mit uns selbst, um da auch für uns herauszufinden, was macht mich denn glücklich, was macht mich zufrieden, wie soll es um mich herum sein, damit es mir gut geht und damit ich gut auf andere Menschen wieder einwirken kann, als Erzieher oder als Erzieherin. Und dafür braucht es eben, wie ich jetzt schon ganz oft gesagt habe, Geduld. Jetzt haben wir so vier ganz easy Punkte abgehakt. Ich glaube, da könnt ihr alle mitgehen. Also Erzieher sollten geduldig sein, authentisch, empathisch und auch respektvoll mit seinem Gegenüber. Jetzt kommen wir zu zwei Punkten. Da könnten wir uns jetzt streiten, weil das bringt mich direkt zum ersten von den beiden, nämlich da sage ich streitbar. Also ich finde, als Pädagogin sollte man sich durchaus gut streiten können. Man braucht eine eigene Meinung, die darf man auch gerne vertreten. Auch hier heißt es wieder in jedem Streit, wir sind respektvoll miteinander und wir hören uns auch die Meinung der anderen an. Nur Meinungen sind halt auch wie Arschlöcher, hat jeder. Nur der Unterschied zwischen Meinungen und Arschlöchern ist halt, die Meinung zeigt mir fast jeder, sein Arschloch zeigt mir hoffentlich niemand. Ich habe ganz schön oft Arschloch gesagt. Naja, wird eine E-Folge. Aber auch nicht nur streiten mit unserem Gegenüber, weil es ist schon wichtig, dass wir mit den anderen streiten und dass wir unsere pädagogischen Werte auch vertreten können und sagen, ja, aber mir ist das wichtig aus den und den Gründen und deswegen möchte ich das so machen. Und dass wir gut unsere Meinung vertreten können, dass wir eine gute Streitkultur haben an den Häusern, ist wichtig. Und dazu muss eben jeder und jede beitragen, der in einem Team arbeitet, zur guten Streitkultur. Aber eine gute Streitkultur heißt vielleicht auch, dass man mit sich selber gut streiten kann. Und da ist vielleicht wirklich die Krux und das ist vielleicht so das Quäntchen, was richtig gute Erzieherinnen von nur guten Erzieherinnen unterscheidet, es ist, wie gut bin ich in Selbstkritik. Und zwar jetzt nicht nur in mich ständig selber kritisieren und mich selber reflektieren, sondern auch wo ich sagen kann, so bis hierhin und jetzt reicht es aber, weil wenn ich anfange, immer mich selbst zu geißeln, das hast du schlecht gemacht und hier warst du nicht gut und da warst du zu laut, dann wirft mich das auch eher zurück als nach vorne. Also ich muss mir überlegen, okay, hier habe ich so und so gehandelt, das habe ich nicht gut gemacht aus den und den Gründen, beim nächsten Mal mache ich das anders und fertig. Also auch das ist Streitkultur mit sich selbst, dass ich mich hier eben nicht stunden- und tagelang wegen einer Situation selber geißle, wahrscheinlich habe ich dafür zehnmal irgendwas ziemlich gut gemacht und sollte mich jetzt nicht deswegen fertig machen, aber genauso kann ich nicht durch den Tag gehen oder den Tag beenden und mir gar keine Gedanken über meinen Tag gemacht haben und sagen, ah ja, das passt schon alles und noch nicht mal das gedacht haben, da tue ich auch niemandem einen Gefallen mit, also mir nicht und den Leuten, mit denen ich zusammenarbeite nicht, weil nur dank Selbstkritik und Selbstreflektion kann ich eben auch als Person wachsen und mich weiterentwickeln. Und ja, dann gibt es nämlich noch einen letzten Punkt, heute komme ich aber irgendwie gut durch, ganz kurzer Schwang, mir ist unser Studiomag abgeraucht, also ich nehme jetzt hier, ich muss mit ein bisschen Zeit filmen, ihr merkt es schon, deswegen nehme ich jetzt hier gerade über ein ganz wildes Setup mit Tablet und USB-C Hub auf, ich hoffe es wird gut, habt ihr eben schon gemerkt, dass die Technik ein bisschen fordert, es sind auch irgendwie drei oder vier Parts, aber das wird schon passen. Genau, das bringt mich eben zum nächsten Punkt, Erzieher, Erzieherinnen sollten auch gebildet sein, weil wir sprechen immer davon, wir sind im Bildungswesen und wir bilden Kinder und dafür braucht es eben auch, dass wir selber gebildet sind. Hier bringt er nochmal, dass ich sage, Bildung ist die Fähigkeit sich selber Wissen anzueignen und das bringt mich eben auch zu einem Punkt, der für mich dazugehört, dass man gebildet ist, eben, dass man auch ein gewisses Allgemeinwissen hat und nicht bei allem nachschauen muss. Klar, man kann bei ganz vielen nachschauen und das ist auch Allgemeinwissen, dass ich weiß, wo Sachen stehen, aber eines meiner prägendsten Erlebnisse war, im zweiten Jahr der Erzieherausbildung habe ich ein Praktikum gemacht, im Freizeitheim für Jugendliche und ich stand irgendwann draußen mit den 15, 16-Jährigen beim Rauchen, damals durfte man noch, wir haben es einfach durchgewunken, Hauptsache sie waren bei uns und nicht auf der Straße und die haben mich eine Stunde lang über alles mögliche ausgefragt, also über alle Themen, die sie in der Schule so drangenommen haben, vor allem Geschichte, wie einige von euch ja vielleicht wissen, bin ich relativ geschichtsnerdig unterwegs und die haben mich da stundenlang zu diesem Thema Zeitgeschichte ausgefragt und das war so eins meiner prägenden Erlebnisse, wo ich mir dachte, ja, es ist schon gut, viel zu wissen und nicht nur immer zu wissen, wo man was nachschaut, weil wenn man Sachen direkt weitergeben kann, weiß ich nicht, wirkt es dann authentisch oder zuverlässig, keine Ahnung, auf welchen anderen Punkt das geht, auf jeden Fall mir macht das großen Spaß, weil man sich dann auch mit dem Alltagsproblemen direkt beantworten kann und ein gewisses Maß an Bildung und Allgemeinwissen hilft mir eben auch Alltagsprobleme direkt zu lösen. Dass mir heute der Meck ausgefallen ist, der sich wahrscheinlich auch komplett verabschiedet hat, das Alter dafür hat er jetzt, ist aber trotzdem geschafft, die Aufnahme, die ich gerne heute machen wollte, zu machen, der Hinterhand zu haben und das hilft einem eben auch manchmal so in seinem Alltag, also jetzt nicht zwingend nur dabei, dass ich Hausaufgaben begleite, sondern eben, dass man, keine Ahnung, viel über das Stricken weiß, hat man immer ein tolles Angebot parat oder ein bisschen was über Technik weiß und eben für ein Sommerfest sich niemanden holen muss. Also Sachen zu wissen, ist auf jeden Fall nicht verkehrt und wenn man dann auch neue Sachen lernen kann, hilft einem das auch ziemlich gut durch den Alltag als Erzieher oder Erzieherin weiter. Gut, damit würde ich dann einfach noch einmal zusammenfassen für dich und für euch. Also ich finde, gute Erzieher sind gebildet, sind authentisch, wissen über ihre eigene Bildungsbiografie Bescheid, wissen wer sie sind, sind empathisch, können sich in ihr Gegenüber hineinfühlen, sind also auch respektvoll und geduldig mit ihrem Gegenüber, sind aber auch streitbar und können ihre eigene Meinung vertreten, können sich selbst reflektieren, auch in einer nicht immer positiven Art und Weise und sie sind zuverlässig. Sie sind dann da, wenn sie sagen, dass sie da sind, sie halten sich an ihr Wort. Und ich würde sagen, das war es auch schon zum pädagogischen Solo. Ich hoffe, es hat euch gefallen. Ich hoffe, die Qualität passt. Wer mir was mitteilen möchte, findet alle Links unter pädagogisches-duett.de Je nach Player auch irgendwo in den Shownotes. Ich habe das System noch nicht so ganz geblickt, dass da im Hintergrund läuft, wo ich was hinterlegen kann. Auf jeden Fall hören wir uns bald wieder und dann wieder als pädagogisches Duett. Bis dahin, vielen Dank für eure Aufmerksamkeit. Tschüss.